17TH WORLD CONGRESS OF SEMIOTICS 2027

SEMIOTIC TERRITORIES

WAYS OF KNOWING AND PATHS IN CREATION

July 26–30, 2027 Departmental Institute of Fine Arts · Cali, Colombia
Illustrated planet

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IASS–AIS MEMBERSHIP International Association for Semiotic Studies THE CALL · JUL 31 – OCT 31, 2026 ACADEMIC PARTICIPATION SPACES CLICK HERE TO ACCESS THE CALL
SEMIOTISCHE GEBIETE:

ERKENNTNIS UND WEGE DER SCHÖPFUNG

WIR HEISSEN SIE VON GANZEM HERZEN WILLKOMMEN – DORT, WO JEDE SINNSTIFTUNG IHREN URSPRUNG HAT

Territorien sind nicht bloß geografische Orte oder auf einer Karte eingezeichnete Grenzen. Sie sind materielle Weiten, die von Lebewesen in Bewegung, ihren Praktiken, Erinnerungen und Ritualen durchquert und geprägt werden. Sie sind das Ergebnis komplexer Beziehungen zwischen biophysikalischen und/oder technologischen Umgebungen und Machtdynamiken sowie von Netzwerken kooperativer und/oder konfliktärer Beziehungen, die ihnen in einem Zustand ständigen Wandels Bedeutung verleihen.

Territorium ist somit per Definition ein metamorpher Raum-Zeit-Kontinuum, das sich ausdehnt oder zusammenzieht, als ein Prozess, der einer kontinuierlichen Neuinterpretation unterliegt. Unterschiede in Maßstab und Perspektive – sowohl intern als auch extern – zeigen, dass jede seiner Komponenten von Besetzungen oder Konflikten, von emotionalen Bindungen und gemeinsamen Gesten beeinflusst wird und dass diese Handlungen die Gesamtentwicklung auf unterschiedliche Weise verändern. Die Koexistenz heterogener Entitäten manifestiert die grundlegende Pluralität von Kulturen und Naturräumen.

Welche Gesellschaftsmodelle bieten uns Territorien? Territoriale Topologien spiegeln kontrastierende kollektive Identitäten wider, von starren Hierarchien bis hin zu azentrischen und rhizomatischen Netzwerken, wobei Asymmetrien häufiger vorkommen. Räumliche Beziehungen zwischen Individuen organisieren sich um legitime Autoritäten, die stellvertretend für andere sprechen: Dorfbewohner, Vorfahren, der Fluss, der Berg sowie neue Technologien. In azentrischen Territorien können die Rollen der sie konstituierenden Entitäten jedoch nur lokal, temporär und reversibel sein. In digitalen Räumen scheinen sich aktuelle Interaktionen auf nützliche und gegenseitig höfliche Austausche und Dienstleistungen zu beschränken. Dennoch beeinflussen bestimmte latente „Autoritäten“ innerhalb von Algorithmen und maschinellem Lernen die Unparteilichkeit und Neutralität der von Maschinen generierten Ergebnisse. Korrektheit herrscht vor, dient aber oft als Deckmantel für inakzeptable Stereotype und Diskriminierung. Diese virtuellen Territorien haben tiefgreifende axiologische, soziale, politische und ökologische Auswirkungen.

Wir leben in einer Zeit der Widersprüche – humanitärer, ökologischer und politischer Krisen –, doch gleichzeitig wächst das Bewusstsein für andere Lebensformen, die alle das gleiche Recht auf Koexistenz auf diesem Planeten haben. Eine vermittelnde Disziplin wie die Semiotik, die sich auf Bedeutung konzentriert, kann diesen ständigen Veränderungen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Der 17. IASS-Weltkongress bringt Semiotiker und Wissenschaftler verwandter Disziplinen in Cali, Kolumbien, zusammen, um mithilfe verschiedener, sich ergänzender Methoden – empirischer und erkenntnistheoretischer Ansätze sowie heuristischer Ziele – die Wertvorstellungen zu untersuchen, die Lebewesen ihrer Umwelt und den anderen Lebewesen, die sie bewohnen, beimessen, sowie die Spuren von Fürsorge und Vernachlässigung in diesen Gebieten.

Glücklicherweise fangen weder die Semiotik noch andere Disziplinen in diesen Fällen bei null an. Lokales Wissen – Zeugnisse generationsübergreifender Erfahrungen – erzählt Geschichten von der Aufwertung oder Abwertung von Gebieten. Kreative Praktiken wiederum erkunden Bedeutungsräume, formulieren Bestehendes neu und transformieren es. Sie laden uns ein, auf wenig begangenen Pfaden zu wandeln und den Stimmen zu lauschen, die in der Luft pulsieren.

Lokales Wissen und kreative Praktiken interpretieren und transformieren Situationen auf verschiedenen Ebenen. In diesem Sinne besteht eine der Herausforderungen unserer Konferenz darin, zu ermitteln, von welchen Bedingungen und Umständen ausgehend sie in politisches Handeln und diplomatische Strategien umgesetzt werden können oder sollten. Studien, die sich mit der Verletzlichkeit, Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Seins auseinandersetzen, können sich als fruchtbar erweisen, wenn sie nicht als zu korrigierende Mängel, sondern als Symptome von Beziehungen betrachtet werden, die einer Neuausrichtung bedürfen.

OBJECTIVES

Promote an international meeting space between semiotics and related sciences to debate the contemporary transformations of territories as cultural, ecological, social, technological and political configurations of meaning.

Critically examine the dynamics of significance linked to environmental crises, social inequalities, mediatization processes and digital and intelligent environments, with special attention to their axiological and political implications.

Recognize and bring into dialogue local ways of knowing, cosmogonies, creative practices, and territorial experiences as legitimate forms of producing, transmitting, and transforming knowledge.

Promote the exchange of research and methodologies that contribute to the construction of practices of sustainability, care, memory, peace and intercultural coexistence in various contemporary territories.

KEYNOTE SPEAKERS

Semiotic territories: ways of knowing and paths in creation proposes an open dialogue between theory, practice, and experience, understanding territories as dynamic spaces where memory, culture, language, and imagination converge.

CONGRESS COMMITTEES

The 2027 World Congress is possible thanks to the articulated work of its academic and organizational committees. The Scientific Committee, the Programming Committee, the Logistics Committee, the IASS-AIS Bureau and the other support teams coordinate and supervise the different processes that guarantee academic rigor, organizational excellence and the comprehensive development of the Congress.

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CONGRESS DATES

Learn about the most important dates of the call for registration and the Congress

31 Jul · 2026
Call

Call for Academic Participation Spaces opens

31 Oct · 2026

Deadline for submissions for academic participation spaces

01–15 Nov · 2026

Notification of results for academic participation spaces

16 Nov · 2026
Call

Call for individual papers opens

31 Jan · 2027

Deadline for individual paper submissions

01–15 Mar · 2027

Notification of results for individual papers

01 Apr · 2027

Publication of the preliminary program

CO-ORGANIZING INSTITUTIONS

This Congress is a collective construction. Universities, research centers, academic networks and allied institutions have woven, with their commitment and collaboration, the path that brings us together today to create a global space for dialogue, research and creation in semiotics.

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PARTNER INSTITUTIONS

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